Mit der Anschaffung eines Dampfdruckkochtopfes wird die Hausfrau in die Lage versetzt, bei der Nahrungsmittelzubereitung Zeitgewinne bis zu 70% und Energieersparnisse bis zu 50% zu erzielen. Der Zeitgewinn und die Energieersparnisse machen sich besonders bei der Zubereitung von Langkochgerichte bemerkbar (Hülsenfrüchte, einige Kohlgemüse, große Fleischstücke u. a.). Das Nahrungsmittel, das am längsten braucht, um genussfertig zu sein soll als erstes in den Druckkochtopf gegeben werden. Es folgen nacheinander die » Nahrungsmittel mit kürzeren oder gleichen Zubereitungszeiten.
Das Schnellkochen unter Dampfdruck gewährleistet eine schonende Nahrungsmittelzubereitung und ist der herkömmlichen Kochmethode gleichzustellen. Die Vitamin- und Nährstoffverluste sind hier viel geringer als beim Zubereiten im Kopftopf mit Deckel bzw. im offenen Topf. Hitzeempfindliche Vitamine werden teilweise zerstört, wärme- und sauerstoffempfindliche und wasserlösliche Vitamine bleiben aber erhalten, da die meisten Nahrungsmittel in Einsätzen gekocht werden. Beim Schnellkochen unter Dampfdruck bleiben die Geschmacks-, Aroma- und Farbstoffe erhalten. Die Zugabe von Kochsalz erübrigt sich bzw. wird wesentlich verringert. Lebensmittel, die sich während der Zubereitung verfärben können, deckt man mit Pergament oder Alufolie ab und setzt der Kochflüssigkeit am Topfboden eventuell etwas Essig zu. Nahrungsmittel mit zarter Zellulose (Zuckererbsen, zarte grüne Bohnen u. a.) unterliegen einem starken Strukturzerfall. Sie werden daher mit geringem Druck bei genauer Einhaltung der Kochzeit zubereitet. Das Dampfdruckkochen erfolgt bei Temperaturen von etwa 110-1200 C und einem Druck von etwa 0,5-1 Atü; Der Siedepunkt für Wasser wird beim Druckkochen z. B. erst bei etwa 115° C erreicht. Durch die hohen Temperaturen verringern sich bei dieser Methode die Kochzeiten für Nahrungsmittel auf etwa 1/4 bis 1/5 der normalen Kochzeit.
Dampfdruckkochtöpfe können aus Edelstahl oder Aluminium bestehen oder emailliert sein. Am haltbarsten haben sich Edelstahl-Druckkochtöpfe erwiesen, während nichteloxierte Aluminiumtöpfe im Laufe der Zeit Verfärbungen aufweisen können, besonders beim automatischen Spülen. Bei emaillierten Druckkochtöpfen besteht die Gefahr der Emailleabsplitterung. Laut Bedienungsanleitung sollte etwa alle zwei Jahre die Sicherheitseinrichtung wie Dichtungsring, Ventilfeder oder Ventil erneuert werden ...
Die Benützung von Dampfdruckkochtöpfen soll nur nach der Bedienungsanleitung des Herstellers erfolgen, um Unfallgefahr auszuschließen. Das Schnellkochen unter Dampfdruck wird durch Deckelverriegelung vorgenommen. Das Nahrungsmittel wird in Flüssigkeit oder mit mindestens ¼ l Flüssigkeit am Topfboden, im gelochten oder ungelochten Einsatz auf dem Einsatzkreuz oder Dreifuß gekocht.
DieVentilsysteme unterscheiden sich bei Druckkochtöpfen voneinander. Bei einigen Fabrikaten wird das Ventil aufgesetzt, wenn die Deckelverriegelung erfolgt, bei anderen erst dann, wenn Dampf aus der Deckelöffnung entweicht. Mit dem Dampf wird auch der im Topfinneren befindliche Sauerstoff entfernt, was einen günstigen Einfluß auf das Gesamtergebnis des Kochprozesses hat. Einige Fabrikate verfügen über ein zusätzliches Aromaventil, durch das der Sauerstoff bis zum Erreichen der Druckstufe entweichen kann. Wünschenswert ist das Vorhandensein eines Sicherheitsventils bzw. einer Druckbegrenzungseinrichtung, die in Kraft tritt; wenn ein Versagen des Betriebsventils durch unsachgemäße Handhabung vorliegt. Die Ventile müssen stets sauber sein. In der Praxis hat sich gezeigt, daß sich bei der richtigen Benutzung von Dampfdruckkochtöpfen nach der Bedienungsanleitung des Herstellers kaum Unfälle ereignen.
Die in dem zum Dampfdruckkochtopf mitgelieferten Kochbuch angegebenen Zubereitungszeiten setzen stets erst nach Erreichen der erforderlichen Druckstufe ein. Nach Beendigung der Kochzeit wird, je nach Rezept, der Druck im Topfinneren durch Abkühlen mit kaltem Wasser vorgenommen, durch Anheben bzw. Abnehmen des Ventils (Abdampfen) verringert oder es wird so lange gewartet, bis der Topf drucklos ist. Die Kochzeit läßt sich am besten mit einem Kurzzeitmesser überprüfen.
Die Druckbratpfanne wird genau so wie der Druckkochtopf gehandhabt. Man kann darin sowohl braten als auch kochen. Druckbratpfannen sind auch mit Kunststoffbeschichtungen erhältlich, in denen besonders fettarme oder fettlose Kost zubereitet werden kann. Beim Braten von Fleisch in der Druckbratpfanne wird dieses entweder angebraten oder roh in einen Einsatz gegeben bzw. am Topfboden geschmort. In die Pfanne gehört etwa ¼ l Flüssigkeit. Die getrennte Zubereitung von Fleisch in der Druckbratpfanne und den Beilagen im Druckkochtopf hat sich in der Praxis bewährt, weil so der Bratprozeß des Fleisches nicht unterbrochen werden braucht.