In Deutschland ist „die Schwitzhütte“
Schwitzhütte
auch aufgrund des Ursprungs geläufig als „Indianer-Schwitzhütte“. Schwitzhütten-Rituale gehören zu den besonders kraftvollen und reinigenden Ritualen aus der Tradition der Indianer. Die bei uns am meisten verbreitete Form der Schwitzhütten- Zeremonie stammt aus Nordamerika von Lakota-Indianern. Ursprünglich bedeutete ein Schwitzhüttenritual das Reinigungsritual der Männer, dies, während sich die Frauen einmal im Monat gemeinsam in die “Mondhütte” zurückzogen und mit der Monatsblutung ihr eigenes Reinigungsritual feierten. Da es viele unterschiedliche Indianderkulturen gab und gibt, gibt es auch heute noch verschiedene Formen der Schwitzhütten-Zeremonie. Auch in Europa werden Schwitzhütten-Zeremonien angeboten, sie sollen in erster Linie der Reinigung von Körper, Geist und Seele dienen. Die Bezeichnung Hütte ist etwas irreführend – Schwitzhüttenrituale werden i.d.R. in einem Iglu-förmigen Zelt aus Weidenzweigen oder Haselnussruten und Decken abgehalten. In der Mitte dieser Schwitzhütte gibt es eine Feuerstelle. Während des Schwitzhüttenrituals werden die ausgesuchten Steine in einer nahe gelegenen Feuerstelle erhitzt, durch den sog. ‚Feuerhüter’ in die Schwitzhütte getragen, mit Kräutern bestreut und mit Wasser übergossen. Das Entzünden des Feuers wird i.d.R. von der Gruppe mit Trommeln, Gesang und Gebet begleitet. Auf verschiedene Weise stimmt ein sog. „Ritualleiter“ das Ritual ein.
siehe auch » Sauna