Schröpfen
Das Schröpfen ist eine Therapieform in der Heilkunde. Die Spuren des jahrtausende alten Verfahrens lassen sich u.a. bis in die Antike zurückverfolgen – ob zur Volksmedizin des klassischen Altertums oder zur Traditionellen Chin. Medizin (» TCM). In China verwendete man bereits im 2 Jh. Rinderhörner zum Schröpfen. Im Laufe der Zeit nutzte man Schröpfgläser –diese dienen auch heute noch als „Handwerkszeug“. Es gibt verschiedene Schröpf-Methoden*, der dadurch erzeugte Unterdruck lässt die kleinen Hautgefäße anschwellen und erzeugt eine Hautreizung und schließlich ein künstliches Hämatom. Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt, um eine Ab- bzw. Ausleitung von Schadstoffen über die Haut zu erreichen. Dies geschieht durch Unterdruck. Üblicherweise wird dieser erreicht, in dem die Luft in den Schröpfgläsern erhitzt und sofort auf die Rückenhaut des Patienten gesetzt wird ( * „trockenes Schröpfen“ bei unversehrter Haut, „blutiges Schröpfen“ bei angeritzter » Haut). Die Schröpftherapie aktiviert das Immunsystem und löst Verhärtungen im Haut- und Unterhautgewebe.