Rolfing ist eine Kombination
Rolfing
aus » Bindegewebsmassage und Haltungstraining. Die Technik wurde in den 50er Jahren von » Ida Rolf entwickelt. Rolfing wird auch bezeichnet als "Strukturelle Integration", ein ähnliches Verfahren ist z.B. auch das sog. "» Rebalancing". Rolfing wird in wöchentlichen Einzelsitzungen praktiziert, eine Behandlung dauert ca. 1-1,5 Std., eine Behandlungsserie umfasst i.d.R. 10 Std. Anwender des Rolfing geben als Anwendungsgebiete an z.B. : Verspannungen, Wirbelsäulenschäden, Skelettdeformationen (Spreizfüsse, Beckentorsionen), Unfall- und Operationsfolgen sowie auch psychische Leiden (z.B. Ängste, Depressionen, seelische Verspannungen). Für die Erfinderin des Rolfing, Ida Rolf, waren fehlerhafte Körperhaltungen die Ursachen vieler Erkrankungen. Sie ging davon aus, dass nur ein aufrechter Körper der Schwerkraft genug Widerstand entgegensetzen kann und Fehlhaltungen dazu führen, dass mehr Energie als notwendig aufgewendet werden muss, um der Schwerkraft entgegenzuwirken und diese Energie dem Körper dann entspr. fehlt, um sich gegen Krankheiten selbst zu helfen. Ida Rolf sah den Menschen mit seiner aufrechten Körperhaltung noch nicht optimal an die Schwerkraft angepasst. Dieses Defizit sollten ihre Massagen und Haltungsübungen ausgleichen. Sie teilte den Körper in bestimmte Abschnitte ein (Kopf, Schulter, Brust, Bauch, Hüfte, Oberschenkel, Unterschenkel, Füße). Ähnlich wie bei einem Spielzeugturm aus Bauklötzen sollten diese Abschnitte möglichst lotrecht aufeinander liegen. Wird analog der „Rolfing- Theorie“ nur ein "Bauklotz" aus der Senkrechten verschoben, gerät der ganze "Turm" (Körper) aus dem Gleichgewicht. Auf zweierlei Art wollte Ida Rolf Fehlhaltungen. Zu Beginn der Behandlung sollen Bindegewebe, Sehnen und Bänder durch eine » Massage gelockert werden, diese Behandlung soll eine aufrechtere Körperhaltung ermöglichen. Nach mehreren Behandlungsstunden im Liegen und Sitzen kommen dann Übungen im Stehen und Gehen zur Korrektur fehlerhafter Körperhaltungen als zusätzliche Behandlungselemente hinzu.